Das Anpassen….

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Carlo, das kleine Chamäleon sitzt in seiner ganzen Pracht auf einem Baum, aber niemand sieht ihn, denn: er ist getarnt! Carlos Schuppenmusterung ist identisch mit der des Baumes, auf dem er gerade gemütlich in der Sonne sitzt. Fliegt ein hungriger Raubvogel vorbei, kann es schon mal passieren, dass er den kleinen Carlo glatt übersieht und sich ein paar Meter weiter auf einem Ast niederlässt. Das kluge Chamäleon weiß, dass es sicher ist, solange es sich nur nicht bewegt und somit auf sich aufmerksam macht.

Carlo hat sich angepasst, sehr zu seinem Vorteil! Tausende von Tierarten tun es ihm in verschiedener Weise nach: ihnen rettet es so manches Mal das Leben!

Bei uns Menschen ist es meist nicht ganz so drastisch. Aber warum passen wir uns eigentlich an?
Sicher, es gibt viele Menschen, die felsenfest behaupten, sie sind eben, wie sie sind… Aber seien wir doch mal ehrlich:
Wir verhalten uns der Situation angepasst, wir entscheiden entsprechend der Lage, in der wir uns befinden und wie oft ändern wir unsren Umgang zusammen mit dem Wechsel unseres Gegenübers?

Aber warum haben wir das Bedürftnis uns anzupassen?
Oder ist es vielleicht gar kein Bedürftnis, sondern viel mehr ein Zwang unter dem wir stehen, aus der Grundangst heraus, einsam dazustehen?

Menschen mit einem Feingefühl für ihr Gegenüber (allgemein auch als Menschenkenner bekannt) passiert es immer öfter, dass sie sich wie automatisch so verhalten, dass sie bei dem Gesprächspartner oder auch allen Anwesenden möglichst gut ankommen.

Man muss natürlich die Motivation hinter dem Ganzen erfragen: passe ich mich an, weil ich den Menschen mit möglichst viel Respekt und Freundlichkeit begegnen will, damit diese sich besser fühlen oder adaptiere ich mich, damit mir selbst Respekt und Anerkennung entgegen gebracht wird?

Das Anpassen und die verschiedenen Reaktionen von Mensch auf Mensch konnte, kann und werde ich in den nächsten Wochen intensiv an mir und an anderen beobachten können, macht man wohl selten so viele neue Bekanntschaften wie am Anfang des neuen Lebensabschnitts Studium…
Ich persönlich hoffe für mich das Wohl der anderen als Motivation für meine Anpassung im Vordergrund behalten zu können und somit die Adaption nicht als Zwang, sondern als Bedürftnis zu sehen – als Bedürftnis dem jeweiligen Gegenüber den Respekt und die Liebe entgegenzubringen, die er/ sie verdient hat!

Es grüßt euch das sich in seiner neuen Umgebung sehr wohl fühlende Schnattervieh =)

~ by schnattervieh on October 9, 2007.

One Response to “Das Anpassen….”

  1. Hola^^

    Ich find, dass diese Anpassung wirklich ganz unbewusst passiert und sich ganz allmählich bei uns einschleicht.^^ Weil schließlich werden wir alle älter mit der Zeit, und man sagt sich ja nicht an jedem Geburtstag, man sollte von nun an erwachsener handeln und fühlen.^^

    Das hab ich in letzter Zeit auch schon gemerkt… unser 13er-Jahrgang hat mit großer Verblüffung festgestellt, dass es doch vor langer Zeit einmal wir selbst waren, die höchst respektvoll zu den “Alten” hochgeschaut haben… diese Entwicklung hat sich dann ganz unauffällig all die Zeit lang gedreht, und mit einem Schlag merkten wir, dass wir jetzt an ihre Stelle getreten sind. (Ob die heutigen 5er den gleichen Respekt haben sei mal dahingestellt^^)
    Wir haben praktisch äußerlich einen anderen Part übernommen und sind doch wir selbst geblieben.^^
    Von dieser Erfahrung ausgehend kann man glaub ich auch alles andere so charakterisieren. Man bleibt immer sich selbst, und wird nach außen hin doch ein ganz neuer Mensch. Eben ganz allmählich…

    Gruß, Stefan^^

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